Re Flipboard and Scoop.it

I’m sorry, but I’m discontinuing the copies of my Social Busines Digest via Flipboard and Scoop.it as of January 2017.

stop

On the one hand I don’t like that some websites hinder me from curating their contents via Flipboard (e.g. LinkedIn) which renders Flipboard useless for the purpose I have in mind.

On the other hand Scoop.it has shut down it’s rss feed feature in 2016 – too bad.

So time to say goodbye and stick to what I can control …

Working Out Loud in Deutschland

Das Prinzip „Working Out Loud“ (kurz WOL) — Hut ab z.B. für John Stepper und Bryce Williams, aber auch unzählige andere mehr — kommt nun auch auf Deutsch:
Jochen Adler von den Netmedianern hat im Februar 2015 eine entsprechende Initiative gestartet.

Was? Working Out Loud? Noch nie gehört …

Jochen Adler hat die Prinzipien von „Working Out Loud“, wie sie John Stepper formuliert hat, frei und sinngemäß ins Deutsche übertragen:

  • Deine Arbeit sichtbar machen — Arbeitsergebnisse, auch Zwischenergebnisse, veröffentlichen,
  • Deine Arbeit verbessern — Querverbindungen und Rückmeldungen helfen, Deine Ergebnisse kontinuierlich zu verbessern,
  • großzügige Beiträge leisten — biete Hilfe an, anstatt Dich großspurig selbst darzustellen,
  • ein soziales Netzwerk aufbauen — so entstehen breite interdisziplinäre Beziehungen, die Dich weiterbringen,
  • zielgerichtet zusammenarbeiten — um nicht zuletzt das volle Potenzial der vernetzten Gemeinschaft auszuschöpfen.

Um den doch recht sperrigen Begriff „Working Out Loud“ anschaulicher zu machen und weiter mit Leben zu füllen, hat Jochen Adler begonnen, Interessierte um einige kurze Statements zum Thema zu bitten.

Hier sind die Fragen, die er gestellt hat:

  1. Carsten, Danke für Dein Engagement. Was machst Du eigentlich so?
  2. Inwiefern hilft Dir dabei WOL?
  3. Wenn jemand mit WOL zum ersten Mal in Berührung kommt: Wie erklärst Du in einem Satz, worum es geht?
  4. Klingt ja wunderbar. Aber wo hängt’s, warum arbeitet dann nicht einfach jeder so?
  5. Zum Schluss: Was rätst Du jemandem, der sofort loslegen will?

Meine Antworten hat er im noch taufrischen Auftritt der Initiative auf der Seite „Gemeinschaft“ veröffentlicht.

Sind Sie neugierig geworden? Finden Sie diese Ideen und Ansätze spannend? Können Sie sich vorstellen, Ähnliches auch in Ihrem Umfeld auszuprobieren, vorzuleben und zu etablieren? Melden Sie sich auf WorkingOutLoud.de an, vernetzen Sie sich mit Gleichgesinnten!

Ihr Carsten Rose

P.S.   Vielleicht gilt ja auch für Sie zukünftig das schöne Motto
Bleibe gelassen und arbeite transparent„:

Keep Calm And Work Out Loud

Contunda-Interview zum „Social Intranet“

Im Herbst 2014 hat mich Burkhard Asmuth, Gründer und Geschäftsführer der kleinen Essener Agentur Contunda, die Webdesign, SEO und Online-Marketing anbietet, zum Thema „Social Intranet“ befragt. Diese Gelegenheit habe ich sehr gerne wahrgenommen,
da mich dieser Themenkomplex seit geraumer Zeit auch in meinem beruflichen Umfeld umtreibt.

Burkhard und ich haben uns im Frühjahr 2014 bei einer Weiterbildung zum Social Media Manager kennen gelernt, die die Business Academy Ruhr regelmäßig an der IHK Dortmund durchführt. Seitdem treffen wir uns immer mal wieder, zumeist auf einer der BarSessions der Business Academy Ruhr im Daddy Blatzheim in Dortmund oder bei einem Twittwoch Ruhr im Unperfekthaus in Essen.

Hier sind die Fragen, die er mir gestellt hat:

  • Stell dich mal vor und erzähl etwas über deine Verbindung zu Social Intranets
  • Siehst du ein Social Intranet für Vereine, Werbegemeinschaften und Verbände für sinnvoll an?
  • Welche Vorteile hat die Zusammenarbeit in einem Social Intranet?
  • Welche Gefahren lauern in der Nutzung eines Social Intranets?
  • Was würdest du Entscheidungsträgern für Ratschläge zum Start eines Social Intranets geben?

Meine ausführlichen Antworten hat Burkhard nun auf der Webseite der Agentur unter dem Titel „Interview mit Dr. Carsten Rose über das Thema Social Intranet“ veröffentlicht.

Vielleicht ist das, was ich dort geschrieben habe, ja hilfreich – oder zumindest interessant…

Das Letzte, was wir brauchen, ist ein Enterprise Social Network

Der folgende Beitrag ist eine möglichst wortgetreue und sinngemäße Übersetzung des Blog Posts „The Last Thing We Need is an Enterprise Social Network“ von Simon Terry. Übersetzung und Veröffentlichung erfolgen mit seiner ausdrücklichen Zustimmung, für die ich ihm hier nochmals meinen herzlichen Dank ausspreche.


Sehr geehrter CEO!

Betreff: Das Letzte, was wir brauchen, ist ein Enterprise Social Network

Der Zweck dieser E-Mail ist zu erklären, warum ein Enterprise Social Network das Letzte ist, was wir brauchen.

Diese E-Mail ist eine Reaktion auf das Gespräch über Enterprise Social Networking in der gestrigen Executive Leadership Sitzung. Wir dachten, dass sie am besten geeignet sei, um die Position des Führungsteams zusammenfassen, denn das gestrige Gespräch uferte aus in Anekdoten über Social Media, Technologie-Terminologie, Angst vor Veränderung und Diskussion über Ablenkungen wie Zusammenarbeit, Zukunft der Arbeit und neue Organisationsstrukturen. Bevor Sie die Sitzung verließen, äußerten Sie: „Auf der Grundlage dieser Diskussion denke ich, dass ein Enterprise Social Network das Letzte ist, was wir brauchen.“ Wir stimmen zu.

Wir wollen keine modische Technologie. Wir brauchen die Umsetzung der Strategie.

Als CEO waren Sie zu Recht misstrauisch gegenüber all dieser Diskussion von Social innerhalb der Organisation. Es ist schlimm genug, dass Ihre Teenager nie von der Nutzung sozialer Medien auf ihren Handys aufschauen. Was auch immer das mit sich bringt, das kann keine in unserer Organisation benötigte Aktivität sein. Wir sind ein Ort der Arbeit.

Was dieses Land groß gemacht hat, waren gut geführte Organisationen, harte Arbeit und Erhöhung der Effektivität bei der Schaffung von Wert für den Kunden. Das benötigt fokussierte Strategie, disziplinierte Umsetzung und die Bereitschaft, einen schweren Weg zu gehen. Große Organisationen baut man nicht, indem man technologischen Marotten nachjagt. Sie kommen aus der Ausführung der Strategie zur Schaffung besserer Werte. Wenn wir eine bessere Umsetzung der Strategie benötigen, ist die neueste modische Technologie das letzte, was wir brauchen.

Wir brauchen eine bessere strategische Wertschöpfung

Die Zeiten sind hart. Die Industrie konkurriert mehr denn je und der Wandel nimmt stetig zu. Wir wissen, dass Kunden- und Shareholder-Value steigen und Kosten sinken müssen. Wir haben eine Strategie zur Erfüllung dieser neuen Kunden- und Stakeholder-Erwartungen, zur Verbesserung der organisatorischen Effizienz und zur Bereitstellung der Renditen, die die Shareholder fordern. Wir alle fragen uns von Zeit zu Zeit, ob jeder in der Organisation den Imperativ der neuen Strategie verstanden hat und ob alle hart genug arbeiten, um neue Wege zur Wertschöpfung zu finden. Wir wissen, dass wir besser abschneiden, wenn wir bessere Gespräche führen, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeiter auf die Strategie ausgerichtet sind. Was wir nicht brauchen, sind Ablenkungen, wenn Zweifel bestehen, ob die Menschen die Strategie überhaupt verstehen.

Wenn wir strategisch ausgerichtete Wertschöpfung benötigen, ist das Letzte, was wir brauchen, ein Enterprise Social Network.

Wir brauchen neue, effektivere Wege der Zusammenarbeit

Wir als Management-Team wissen, dass wir beginnen müssen, auf neue, effektivere Weise zu arbeiten, um der Strategie der Organisation gerecht zu werden. Es hat zu viel unnötige Doppelarbeit in der Organisation gegeben. Zu viele unserer Prozesse und Richtlinien sind über die Silos nicht ausgerichtet, sind nicht agil genug für das Umfeld und erfüllen die Bedürfnisse der Kunden nicht. Sowohl unsere Kunden als auch unsere Mitarbeiter klagen darüber, wie schlecht wir dies tun. Wir müssen anfangen, auf neue und andere Art und Weise zu arbeiten, um dies auf einer kontinuierlichen Basis zu identifizieren, zu lösen und zu verbessern. Wir müssen alle darauf fokussieren, bessere Arbeitsansätze zu finden und zu nutzen, die uns helfen, die Strategie zum Erfolg zu führen.

Wenn wir auf neue und effektivere Weise arbeiten müssen, ist das Letzte, was wir brauchen, ein Enterprise Social Network.

Wir müssen Management und Führung in jeder Rolle verändern

Um auf effektivere Art zusammen zu arbeiten, werden wir wahrscheinlich gezwungen sein, die Art unseres Managements zu verändern. Wir werden Entscheidungen auf die Menschen verlagern müssen, die näher am Kunden sind, und unsere Leute in die Lage versetzen, Probleme eigenständig zu lösen. Unsere Führungskräfte werden sich weg von Befehl und Kontrolle hin zu einer coachenden und befähigenden Rolle bewegen müssen. Wir müssen sicherstellen, dass alle unsere Menschen ihr Potential nutzen, und in der Lage sind, durch ihre Arbeit neue Wertequellen zu schaffen. Natürlich wird in dieser neuen Rolle das mittlere Management angepasst werden und die neue, flachere Organisation muss sich öfter verändern, während wir auf weitere, von unseren Kunden getriebene Änderungen reagieren. Während dieser Veränderungen werden Mitarbeiter Führungsrollen übernehmen und auch die neuen Beziehungen mit Kunden, der Gemeinschaft und der Organisation anführen müssen.

Wenn wir die Kultur des Managements verändern und von jedem Mitarbeiter verlangen müssen, eine größere Führungsrolle zu übernehmen, ist das Letzte, was wir brauchen, ein Enterprise Social Network.

Wir brauchen andere Gespräche

Die Veränderung der Management-Kultur wird in unserer Organisation ganz andere Gespräche erfordern. Wir werden Wege finden müssen sicherzustellen, dass Gespräche effizient und effektiv sind. Wir müssen die Beiträge von mehr Menschen aus der gesamten Organisation zu nutzen. Wir werden nicht in der Lage sein, uns auf lange Meetings, Workshops, Vorträge, Videos und E-Mails zu verlassen. Haben Sie in der Prognose für das nächste Jahr die Budgets für Kommunikation, Off-Sites und Roadshows gesehen? Wir müssen etwas anderes zu tun. Wir müssen unsere Leute mehr in Entscheidungen einbeziehen. Damit das geschehen kann, müssen unsere Leute besser informiert und besser in der Lage sein, ihre Beiträge zu kanalisieren. Unsere Leute werden Wege benötigen, sich selbst zu informieren, in Eigenregie zu lernen, was sie brauchen, Ideen auszutauschen, wie man besser arbeiten kann und zusammen zu arbeiten, um Probleme zu lösen. Wir werden unsere Leute ermutigen müssen, sich an Gesprächen zu beteiligen, die ihre Fähigkeiten zur Innovation nutzen, um Werte für Kunden und neue Arbeitsformen zu schaffen.

Wenn wir die Gespräche, Zusammenarbeit und Kultur einer Organisation verändern müssen, ist das Letzte, was wir brauchen, ein Enterprise Social Network.

Wir fordern mehr von unseren Leuten

Wir schlossen das letzte Executive Leadership Treffen ab, indem wir reflektieren, wie groß diese Anforderungen an unsere Menschen sein werden. Wir werden eine Vielzahl von Veränderungen verlangen: von ihnen, ihrer Arbeit und der Art und Weise wie die Organisation um sie herum existiert. Wir werden unsere Leute auffordern, eine zunehmende Rolle für den Erfolg der Organisation zu spielen. Wir wollen, dass sie neue Gespräche führen, um die Zukunft für diese Organisation zu schaffen. Wir brauchen stärker engagierte Leute, weil wir ihnen viel mehr abverlangen.

Fazit: Was wir brauchen

Nachdem Sie das Executive Leadership Meeting verlassen hatten, um sich mit dem Aufsichtsrat zu treffen, haben wir erkannt, dass uns klar ist, was wir als Organisation brauchen:

1. Wir müssen mit der Umsetzung unserer Strategie erfolgreich sein, um in einem sich rasch verändernden Markt größere Werte zu schaffen;
und um das zu tun,
2. müssen wir in der Lage sein, auf eine neue und bessere Art und Weise zu arbeiten, die eine effektivere, wendigere und reaktionsschnellere Organisation schafft;
und um das zu tun,
3. brauchen wir eine neue Management-Kultur und mehr Führung von unseren Leuten;
und um das zu tun,
4. brauchen wir neue Gespräche, die unsere Menschen befähigen, zu diskutieren und auf die Schaffung besserer strategischer Werte hinzuwirken;
und um das zu tun,
5. brauchen wir mehr Engagement und eine bessere Fähigkeit, das Potenzial unserer Mitarbeiter zu nutzen, zu diesem Wandel beizutragen und ihn anzuführen;
und um das zu tun,
6. benötigen wir ein Enterprise Social Network, um die ersten fünf Schritte zu unterstützen.

Sollten Sie von Punkt 6 überrascht sein, so denken noch einmal an die Erfordernisse zurück. Schließlich waren Sie der erste, der sagte, dass ein Enterprise Social Network das Letzte ist, was wir brauchen. Wir wollen kein Enterprise Social Network, weil es eine neue Technologie ist oder weil es gut für irgendein abstraktes Ziel ist. Wir brauchen es, um unseren Leuten zu helfen, die notwendigen Veränderungen durchzuführen, um die Ziele unsere Strategie zu erreichen. Enterprise-Social-Network-Technologie macht nur Sinn, wenn sie uns ermöglicht, auf neuen Wegen zu arbeiten, die strategische Werte liefern. Als Ihr Management-Team können wir sehen, dass diese Möglichkeit zur Wertschöpfung überzeugend ist. Wir konnten es nicht sehen, als Sie Ihre Bemerkung machten, aber wir hatten uns Ihrer Sichtweise angeschlossen.

Die für unser altes Verfahren erforderlichen Unterlagen haben Sie bereits auf dem Tisch, aber eine Reihe von unseren Leuten hat begonnen, mit Lösungen zu experimentieren, um zu sehen, welche Werte wir schaffen können. (Interessanterweise ist ihr erster Vorschlag ein besserer Beschaffungsprozesses.) Wenn Sie vom Aufsichtsrat zurückkommen, wird Ihr Assistent Ihnen zeigen, wie Sie sich im neuen Enterprise Social Network anmelden und wie Sie sich unserer Diskussion zur Einführung anschließen.

Vielen Dank, dass Sie uns herausgefordert hatten, eine bessere Arbeitsweise vorzuschlagen.

Bitte denken Sie an die Umwelt und drucken diese E-Mail nicht aus. Wir möchten Sie ermutigen, sie stattdessen in unserem neuen Enterprise Social Network zu diskutieren.